Positiv denken – Die Anleitung

Aktualisiert: Feb 5

1. Überprüfe Deine Erwartungshaltung


Bestimmt hast Du auch schon mal Sprichwörter gehört wie: „Wer nichts erwartet, kann nicht enttäuscht werden.“


Aber gehörst Du zu den wenigen Menschen, die diese Weisheit wirklich tiefergehend verstanden haben und umsetzen können?


Ich möchte ein Beispiel aus meinem Leben mit Dir teilen, in welchem meine damals unnötig pessimistische Erwartungshaltung mich nur Stress, Druck und negative Gefühle gekostet hat.

Wenn ich früher eine Ampel sah, die vor meinen Augen rot wurde und ich nicht mehr über die Kreuzung fahren konnte, ärgerte ich mich immer ein klein wenig.


Warum ärgerte ich mich?


Ganz einfach: Ich habe unbewusst erwartet gehabt, dass diese Ampel nur für mich grün bleibt.


Zudem wollte ich nicht unnötig Zeit verlieren & die Dinge in meinem Leben immer schnell, wenn nicht sogar SOFORT haben.


Bei näherem Hinsehen begriff ich aber irgendwann, dass diese gesamte Lebenseinstellung völlig absurd ist!


Denn statistisch sind eben etwa die Hälfte aller Ampeln, an denen man vorbeifährt, rot.

Und eben diese Metapher gilt letztlich auch für das Leben!


Die Hälfte aller Dinge kannst Du nun mal nicht SOFORT haben!


Lerne Geduld und Vertrauen zu haben. Vertrauen in den Prozess des Lebens & dessen, was ist. Nicht das, was Du glaubst, was sein sollte!


Ich kann Dir also nur empfehlen, Deine Erwartungshaltung zu prüfen, wenn Du Dich mal wieder über etwas aufregst.


Vielleicht hast Du ja etwas erwartet, das einfach unrealistisch ist und Dich irrational auf negative Gedanken bringt bzw. Dich so daran hindert positiv zu denken.


2. Lerne Deinen Fokus zu lenken


Der Fokus ist eine Freiheit, welche Dir niemand je nehmen könnte.


So steht es Dir also in jeder Sekunde frei, Dich an alle dem Positiven, was eine Situation hat, zu freuen.


Ein guter Freund von mir versteht es auch in nervigen Situationen, sich über all die Dinge zu freuen, die gerade trotzdem schön sind, wie zum Beispiel die Natur, dass er noch am Leben ist und dass das Leben ihm noch eine Menge unausgeschöpftes Potenzial/Möglichkeiten bietet.


Ich bewundere diesen Skill enorm und baue ihn auch bei mir so gut es geht aus, da er einfach viel sinnvoller/reifer ist, als sich immer zu nur über die negativen Seiten einer Situation aufzuregen und sich dadurch auch noch die schönen Dinge verderben zu lassen.


Frage Dich deshalb so oft es geht: “Was kann ich an dieser Situation dennoch etwas genießen/Gutes finden?“


Ich garantiere Dir, Du wirst auf diese Weise immer etwas finden, womit du letztlich negative zu positiveren Gedanken verwandeln kannst.


Und sei es “bloß”, dass Du aus der unangenehmen Situation etwas Wichtiges für Deine Zukunft lernen kannst, was Dich in Deiner Persönlichkeitsentwicklung bestärkt


3. Übe Dich in Achtsamkeit & Bewusstheit


Ein absoluter Game-Changer in meiner Lebensrealität war die Erkenntnis, wie kraftvoll innere Stille ist.


Positiv denken lernen ist leicht zu erreichen, indem Du weniger denkst und Deine Gedanken bewusst wahrnimmst.


Das Gefühl von innerer Stille ist schwer erklärbar. Ich empfehle Dir deshalb Folgendes:


Achte für 10 Atemzüge bewusst nur auf Deinen Atem.


Alle Gedanken beschäftigen sich mit der Vergangenheit oder der Zukunft, welche eine Projektion der Vergangenheit ist.


Beide Tempora existieren nur in unseren Köpfen als Vorstellung und Erinnerung.

Wenn Du Dich auf deinen Atem konzentrierst, kannst Du mit Deinen Gedanken nur im Jetzt sein, weil der Atem nur im Jetzt ist.


Wenn Du Dich voll und ganz auf das Jetzt konzentrierst, kannst Du gar nicht über Vergangenheit und Zukunft nachdenken, geschweige denn Dir Sorgen machen.


Wenn Dir diese Übung gefallen hat, kann ich Dir wärmstens das Buch „Jetzt – Die Kraft der Gegenwart“ von Eckhart Tolle empfehlen.


Es geht enorm in die Tiefe aber war für mich absolut mindblowing.


4. Übe Dich in der (Selbst)Annahme


Um die Basis für positive Gedanken zu schaffen, musst Du Dich davon lösen, gegen eine Situation anzukämpfen.

Erneut gehen wir an dieser Stelle kurz auf die Bedeutung des Jetzt ein.


Die Grundregel hier lautet: Das Leben ist immer jetzt! Niemals hast Du etwas in der Vergangenheit getan, niemals wirst Du etwas in der Zukunft tun.


Du tust & lebst es immer nur im Jetzt.


Die Tatsache, dass man nur im Jetzt denken, fühlen und handeln kann bedeutet, dass Dein ganzes Leben sich im Jetzt abspielt, nicht wahr?


Die Konsequenz daraus ist sehr spannend: Wenn Du Dich gegen das Jetzt sträubst und es verurteilst, verurteilst Du in Wirklichkeit Dein ganzes Leben, da Dein Leben nur das Jetzt ist.


Wenn Du zusammen mit dem Leben arbeiten möchtest und nicht gegen dieses ankämpfen möchtest, musst Du das Jetzt und Dich selbst darin akzeptieren.


Denn woraus besteht Dein Leben? Richtig, aus dem jetzigen Augenblick.

Also, blicke dem Leben in die Augen und akzeptiere es.


Wenn Du dies nicht tust, kämpfst Du gegen das Leben und gegen Dich selbst.


5. Entwickle mehr Dankbarkeit


In vielen Menschen hat sich der Irrtum gefestigt, sie könnten erst dankbar sein, wenn sie alles haben, was sie wollen.


Oder sie sind nur in wenigen Augenblicken dankbar, wenn etwas verhältnismäßig gesehen „gut läuft“.


Das ist natürlich völlig legitim, aber es fördert eine pessimistische Denkweise.


Eine gute Quelle für gute Gedanken, die Dein Leben schöner machen ist Dankbarkeit.



Du kannst hier einerseits dankbar dafür sein, dass Du wahrscheinlich weder unter Armut, noch Hunger oder furchtbaren Arbeitsverhältnissen zu leiden hast wie Menschen in Bangladesch zum Beispiel.

Ich persönlich ziehe das größte Gefühl von Dankbarkeit aus den folgenden beiden Bereichen:


Positiv denken lernen durch mehr Dankbarkeit


Dankbarkeit dafür, dass ich Menschen helfen kann. Es ist wirklich ein schönes Gefühl, zu sehen, dass Du über die Kraft verfügst, nicht nur Dich selbst, sondern auch andere glücklich zu machen.

Dankbarkeit für die vielen Chancen, welche das Leben einem einräumt. Gerade hier in Deutschland/Europa, wo keine Diktatur unsere Freiheiten einschränkt, ist wirklich vieles, was man sich vorstellen kann, möglich.


Stell Dir nur einmal vor Du wärst in einem anderen Land der Welt geboren worden, wo diese Möglichkeiten nicht existieren.

Dankbarkeit für die Gesundheit.


Wenn Du das große Glück hattest heute Morgen schmerzfrei & ohne ernsthafte Erkrankung aufzuwachen, solltest Du Dir dieses Glück jeden Tag aufs Neue bewusst machen.


Dich immer wieder bewusst selbst daran erinnern, dass es viele Menschen da draußen gibt, die dieses Glück nicht genießen können!

Zusammenfassung: So klappt positiv denken


Immer positiv denken ist nicht nur förderlich für deine psychische und physische Gesundheit, sondern auch ein Ausdruck von Selbstvertrauen und innerer Gelassenheit.


Negative Gedanken und Gefühle sind meistens Glaubenssätze, die von deiner Umgebung oder negativen Erfahrungen geprägt wurden, im Jetzt aber eigentlich keine Rechtfertigung haben.


Wenn Du Dich auf das Jetzt konzentrierst, es vollständig akzeptierst und Deinen Fokus auf die positiven Dinge legst, wirst du deine negativen Glaubenssätze und Gefühle leicht besiegen können und deinen Tag mit positiver Energie füllen.


Dazu kannst Du regelmäßig meditieren, lächeln und ein Dankbarkeitsjournal führen.


Merk Dir deshalb bitte:


Wenn Du wirklich Deine Gesundheit, Deine Motivation, Deine Produktivität und Deine Konzentration verbessern möchtest, dann überlege Dir jetzt sofort, wann und wie Du jeden Tag meditieren, lächeln und Dinge aufschreiben möchtest, für die Du dankbar bist.


Den Priming-Effekt nutzen, um positiver zu denken.


Durch das sogenannte Priming kannst Du Dir einen mächtigen Verbündeten im Kampf für positive Gedanken ins Boot holen.


Dein Unterbewusstsein.


Das Unterbewusstsein macht 97% Deiner Denkleistung aus und steuert damit zu weiten Teilen Deine Gewohnheiten, Deine Neigungen und Reaktionen.


Um Dein Unterbewusstsein auch auf positives Denken zu programmieren, kannst du Deine Umgebung mit kleinen Remindern / Erinnerungen versehen, die Dich so oft wie möglich an dein Ziel erinnern.


Wenn Du beispielsweise einmal in einer Situation, in der vielleicht Dein Umfeld die positive Einstellung verloren hat, positiv geblieben bist und Deine Mitmenschen motiviert hast, hänge Dir etwas über Deinen Schreibtisch, das Dich daran erinnert.


Erinnere Dich daran, wie schön es war, dem Problem ruhig und positiv in die Augen zu sehen und Dir zu denken: „Das schaffe ich". Wir machen hier und heute das Beste daraus und werden an dieser Herausforderung wachsen.“


Du kannst Dir natürlich auch ein passendes Zitat auf einen Zettel schreiben, wie beispielsweise:


Nichts ist gut oder schlecht. Das Denken macht es erst dazu.“


Positiv zu denken kann Dich sehr weit bringen, indem es Dir den Glauben an Dich selbst, an Deine Mitmenschen und Energie verleiht.


Negativ zu denken wiederum baut eine Blockade aus negativen Gefühlen, Versagensängsten und Reue auf.


Heute, da Du vielleicht zum ersten Mal die Kraft der positiven Gedanken kennengelernt hast, ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Du darüber bewusst entscheiden kannst:


Willst Du weiterhin negativen Gedanken Raum geben und Dich behindern, oder willst Du ab heute mehr und mehr positive Gedanken kultivieren?


Triff diese Entscheidung mit Bedacht, denn sie wird Dein gesamtes Leben beeinflussen!

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